So(na ja)mmer der Wahrheit

Nele Neuhaus schreibt als Nele Löwenberg ''Sommer der Wahrheit''   

Ich muss gleich am Anfang mal sagen, dass ich Nele Neuhaus prinzipiell genial finde. Ich liebe ihre Taunus Krimis und war deswegen gespannt, wie mir ''Sommer der Wahrheit'' gefallen würde.

 

''Ich wollte mal etwas ganz anderes schreiben'' (Nele Neuhaus).

Das klingt doch mal interessant. 

Kurze Überlegungen, was schrieb Nele Neuhaus denn bis jetzt? Krimis, spielend im Taunus und ein Krimi in NY.

Ich darf schon verraten, so ganz ohne Spurensuche ging es dann doch nicht.

 

Sheridan Grant, die Protagonistin, schwallt, für meinen Geschmack, am Anfang sehr viel, zu viel. Sie wiederholt sehr oft Informationen über die Menschen in ihrem Umfeld und sie selbst lernt man erst im Laufe des Romans kennen.

Das empfand ich anfangs als sehr nervig.

Dann ist die Story eine Mischung aus Shades of Grey und einer guten Mischung aus ''Sonstiges''. Die kleine Sheridan lernt nämlich ihre Sexualität kennen und möchte am liebsten alles bespringen, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Dann gibt es noch ein Adoptionsdrama usw.

Ich habe diesen Eintrag geändert (am 23.02.16), weil ich zu viel vorweggenommen habe. Man muss aber auch dazu sagen, dass es total schwer ist, nichts vorwegzunehmen, weil der Roman von vielen kleinen Dramen lebt, die ihn dann zu etwas explodieren lassen, das man nicht mehr so richtig gut findet, was man aber auch nicht beenden kann, weil man das Ende gerne kennen möchte.

Ich finde es schade, dass ''Ich wollte mal etwas komplett neues schreiben'' darin endet, dass es schlechter ist als sonst.

Ich finde Nele Löwenberg hat sich da ziemlich in etwas verrannt.

Deswegen stecke ich den Roman in die Kiste ''Kann man, muss man aber nicht lesen''.

 

 

Es gibt auch noch einen zweiten Teil, da frage ich mich aber, was da wohl in dem drin stehen mag, weil Sheridans Geschichte schon ausgelutscht ist und es sonst niemand erwähnenswertes im Roman gibt, dessen Geschichte niedergeschrieben werden sollte.

 

 

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